Nikon F3 – eine Liebeserklärung

Genau vor 2 Jahren habe ich sie wiederentdeckt – meine F3

Meine neue Nikon Df sollte mit meinen alten Nikkoren bestückt werden. Die verschiedenen Kartons mit Fotoutensilien der Marke Nikon auf dem Oberspeicher gesucht, gefunden und dann ausgepackt. Es war wie Weihnachten – viele alte Weggefährten erblickten sehr gut erhalten wieder das Tageslicht. Ein 100mm Serie E AIS Objektiv wurde sofort auf die Df geschraubt und im Garten ausprobiert – ein bisschen wie „zurück zu den Wurzeln der Fotografie“. Blendenring und Zeitautomatik – so als ob die Zeit stehen geblieben wäre.

Und dann – genau – fand ich sie – die Nikon F3 mit Motor MD-4. Sofort waren die guten Erinnerungen da.  „Genau – meine besten Fotos habe ich mit Dir gemacht – in Israel – in Norwegen und wer weiß wo überall“.

         

Nikon F3HP mit Motor MD-4 und 50mm AIS
                                Nikon F3HP mit Motor MD-4 und 50mm AIS  

Der Mythos ist zurück

Ohne einen Film parat zu haben, Knopfbatterien ins Gehäuse – Motor und Kamera zusammengeschraubt – schnell das Batteriefach des Motors aufgefüllt – das 100mm  vorgeschraubt. Alles Handgriffe, die wie von selbst kamen. Und dann ……… hatte mich der Mythos F3 wieder im Griff. Das herrliche Klacken des Spiegels. Das Ratschen und Einrasten des Blendenrings. Das Scharfstellen mit der Hand mit Hilfe des Schnittbildindikators. Aber – was war das – ich musste mich erst wieder an den Ring gewöhnen – die halben Kreisflächen. Kein grüner Punkt der flackert.

Nikon F3HP mit Motor MD-4
                                          Nikon F3HP mit Motor MD-4
Nikon F3HP
                                                               Nikon F3HP

Und dann kam das Kind in mir durch – 5,5 Bilder pro Sekunde mit allen Sinnen – man fühlt jedes Foto – das ist Musik in meinen Ohren. Und es kam, wie es kommen musste! Noch am selben Tag habe ich einen Fuji Supera 200 geholt. Zuhause angekommen, den Film aus der Dose geholt und mich beim Einlegen erwischt: Geizkragen! Wieder knapp eingespannt – das erste Foto freigemacht mit dem Einzelaufzug – und das Foto geschossen. Wir hatten Besuch von Freunden mit Kleinkind – ein gefundenes „Opfer“ – und da wurden dann 15 Bilder am Stück produziert – in 4 Sekunden. Was für ein Sound.

Seit diesen Tagen habe ich immer Meine F3 dabei – aber heute mit schwarz-weiß Film.

© Rüdiger Harth für Nikonanalog.de

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4 Gedanken zu „Nikon F3 – eine Liebeserklärung

  1. Gänsehaut, Tränen in meinen Augen und glücklich diese Seite gefunden zuhaben 🙂 – Danke.
    Genau das macht eine F3 mit seinem Besitzer – wenn man sie wieder in den Händen hat, Batterie in den Motor, Film einlegen und Bilder machen.

    1. Guten Abend Herr Schwarz,

      normalerweise antworten wir nicht auf Kommentare – aber wenn man so persönlich positiv getroffen wird, muss ich einfach antworten. Danke!

  2. Ich habe auch eine Df, und auch genau deshalb gekauft, um im Speicher die alten Objektive (auch das 100er der Serie E) wieder aus der Originalverpackung … es war 2014 ein Tag wie Weihnachten. Und ja … die FE2, FM2n und die FA wieder ausgepackt, Batterie rein, MD-2 montiert, S/W-Film geholt und … (ich musste gerade so lachen) … auch geizig den Film eingespannt um das erste Bild (bei der FE2 dann ohne elektronische Unterstützung) mit ’ner guten Lichtwertschätzung und der 250stel mechanisch zu schiessen … was für ein Sound.
    Ich fand Deinen Bericht so klasse, dass ich das jetzt einfach schreiben musste.
    Übrigens: Meine Lichtwertschätzung lag -1,5LW daneben.
    Ach ja, man kauft bekanntlich im Jahr 2020 keine DSLR mehr, sondern nur noch spiegellos.
    Ich warte gerade auf meine D780 und wetten, in 20 Jahren werden wirxalle den klackenden Sound einer Spiegelreflex vermissen … Ich glaube wir sind old school … -> macht nix!

  3. Kleiner Tipp am Rande: Mit dem MD4 werden die Knopfzellen überflüssig! In der Praxis ist es zwar angenehmer, auch ohne Motor nahtlos weiterarbeiten zu können, aber gerade wenn ein altes Schätzchen reaktiviert werden soll, hat man die AA-Zellen schnell beschafft. Knopfzellen sind immer etwas schwieriger…

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